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Sunday, 16. June 2019
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Ölphasenentnahme (Vacuum Liquid Recovery)

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Das VLR-Verfahren (”vacuum enhanced liquid recovery“) dient zur Entfernung von aufschwimmender Leichtflüssigkeitsphase (Mineralöle, Kraftstoffe) aus dem Grundwasser. Die Phasenentnahme erfolgt im Unterdruck über Bohrungen. Optional kann damit auch eine intensive Belüftung des Untergrundes vorgenommen werden.

Verfahrensbestandteile: Es wird ein Brunnen (Ausbau ca. DN 150) abgeteuft, dessen Verfilterung bis über den Grundwasserspiegel reicht. Durch eine entsprechend dem Grundwasserstand verstellbare Absperrvorrichtung im Innenrohr lässt sich der offene Filterabschnitt variieren. Ein oberirdisch angeordnetes Gebläse erzeugt einen Unterdruck im Brunnen, ein zweites Unterdruckaggregat dient zur Förderung der Ölphase über einen IEG-Phasentrennfilter zur Geländeoberfläche. Dort befindet sich ein Ölsammelbehälter. Die zutretende Bodenluft wird einer auf den Schadensfall angepassten Reinigung unterzogen (Aktivkohle oder andere Verfahren).

Wirkungsweise: Durch das Anlegen eines Unterdrucks im Sanierungsbrunnen bewegt sich die Ölphase horizontal mit Hilfe der zuströmenden Bodenluft in Richtung Brunnen. Der Unterdruck bewirkt im Brunnen eine Aufhöhung der Luft/Öl-Grenzfläche. Ein in die Phasenansammlung eintauchendes Entnahmerohr mit Trennfilter fördert die Flüssigkeit zusammen mit der zutretenden Bodenluft entlang der Rohrwandung nach oben in einen Sammelbehälter. Die Absperrvorrichtung im Innenrohr wird so eingestellt, dass ein Maximum an Öl eintritt und die Menge der Bodenluft auf ein Minimum reduziert wird. Da keine Grundwasserabsenkung erfolgt, ist eine Verschleppung von Schadstoffen in tiefere Bodenhorizonte ausgeschlossen. Geringe mitgerissene Wasseranteile können durch einen Schwerkraftabscheider vom Öl getrennt werden.
Optional lässt sich in einem späteren Stadium der Sanierung auch eine gezielte Reinfiltration der abgesaugten, gereinigten Bodenluft in Infiltrationsbohrungen vornehmen, die konzentrisch um den Sanierungsbrunnen angeordnet sind. Dadurch ist eine Steigerung der Öl-Rückgewinnungsraten möglich; das Zudosieren von Umgebungsluft in diesen Bodenluftkreislauf erhöht den Sauerstoffgehalt im Untergrund und stimuliert so einen zusätzlichen biologischen Schadstoffabbau (”Bioventing“).

Vorteile

  • Einfache Montage und Demontage es fällt kein Abwasser an.
  • Keine Absenkung des Grundwasserspiegels, keine Schadstoffverschleppung in tiefere Bereiche.
  • Geringer Wartungsaufwand, Entnahmelanze lässt sich Spiegelschwankungen anpassen.
  • Keine kostenaufwendige Separierung von Öl und Wasser über Tage.
  • Höhere Ölförderrate als bei konventionellen Systemen.
  • Kontrolle und Minimierung des abgesaugten.
  • Bodenluftvolumens mittels beweglichem Innenrohr, dadurch geringe Abluftreinigungskosten.
  • Geringere Investitionskosten bei gleichzeitig erhöhter Effizienz gegenüber herkömmlichen Verfahren reduzieren Sanierungszeitraum und Sanierungskosten.
  • Optional: problemlose Erweiterung des Systems zur Bodenluftabsaugung/Belüftung, dadurch Aktivierung des mikrobiologischen insitu Schadstoffabbaus („Bioventing“).

 

 
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